Steht der Verdacht eines Down-Syndroms im Raum, müssen betroffene Patientinnen sich mit dem Thema invasive Diagnostik und dem damit verknüpften Fehlgeburtsrisiko beschäftigen. Wie schön wäre es, wenn man dieses Fehlgeburtsrisiko mindern könnte, nämlich mit der nicht-invasiven Analyse der zellfreien fetalen DNA (cfDNA)? Sehr schön - nur leider…
Bislang gilt ja, dass Schwangere ohne Risikofaktoren mit einer bevorstehenden Einzelgeburt bis zur 41. SSW. keine Weheninduktion benötigen. Doch genau das stellen britische Forscher nun auf den Kopf: Sie sagen, dass eine Induktion ab der 39. SSW durchaus ihre Berechtigung hat – in Form reduzierter Sectioraten.
Als der HPV-DNA-Test auf den Markt kam, schien er zunächst eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Goldstandard, dem Pap-Test, in der Vorsorge des Zervixkarzinoms. Glaubt man der aktuellen Empfehlung der US Preventive Services Task Force (USPSTF), könnte der HPV-Test alsbald den Pap-Test ganz ersetzen. Grundlage für diese Empfehlung ist ein…
Eine Schwangerschaft bringt einen erheblichen Umschwung im Hormonhaushalt der Frau mit sich. Das kann körperliche – und offenbar auch geistige – Nachwirkungen haben. So stellen Neurowissenschaftler um Hyesue Jang fest, dass das Alzheimer-Risiko zunimmt – allerdings erst mit dem 5. Kind. Ein Abort scheint dagegen protektiv zu wirken.
Eine Hypnose vor einer OP lindert keine Schmerzen, so das nüchterne Fazit dieser Arbeitsgruppe. Aber, und das ist vielleicht nicht weniger bedeutsam, etwas anderes bessert sich dafür sehr wohl: und zwar die Zeit im Aufwachraum, das Angstgefühl und auch die Fatigue nach der OP – so zumindest bei knapp 77 Brustkrebspatientinnen in dieser Studie.
Je früher ein Krebs entdeckt wird, desto besser die Überlebenschancen. Das ist eine allgemeine Weisheit. Früher bedeutet in vielen Fällen auch, noch ohne Symptome zu sein. Wird im Falle von Endometriumkarzinomen also lange vor den einsetzenden Uterusblutungen per Zufall die Diagnose gestellt, könnte man denken, ein Eingriff zu diesem Zeitpunkt…
Eine Geburt ist anstrengend, auch, wie jede Extremsituation, für das Herz. Dass das im schlimmsten Fall sogar in einem Herzinfarkt münden kann, ist zwar selten. Tritt der Ernstfall aber ein, dann mit dramatischen Folgen: So sterben Frauen, die quasi im Kreißsaal einen Myokardinfarkt erleiden, sehr häufig – obwohl sie mitten in einer Klinik sind.
Man weiß mittlerweile, dass Übergewicht in punkto Brustkrebs sogar einen protektiven Effekt haben kann – vor der Menopause. Was es mit dieser inversen Assoziation auf sich hat und wie genau der Gewichtsverlauf und das Alter mit dem prämenopausal reduzierten Risiko zusammenhängen, wurde jetzt in JAMA Oncology ausführlich behandelt.
Geburt und Schmerzen – diese zwei Begriffe sind vor allem in der westlichen Welt beinahe untrennbar miteinander verknüpft. Um Frauen in der Geburtssituation die Schmerzen zu lindern, hat sich die intramuskuläre Injektion von Pethidin bewährt. Allerdings wird hier in etwa 1/3 der Fälle die Epiduralanästhesie notwendig, was das Risiko einer…
Nachdem mittlerweile hinlänglich bekannt ist, dass die Blase alles andere als steril ist, konzentriert sich die Forschung bislang eher auf den negativen Effekt pathogener Keime in der Blase. Dabei wäre es doch auch schön, sich auf die nützlichen Bakterien zu konzentrieren, die vor Harnwegsinfektionen schützen können. Das haben nun Krystal…
Bei einer künstlichen Befruchtung wird der Körper der Patientin mit Hormonkonzentrationen konfrontiert, die nicht dem physiologischen Level entsprechen. Das ist potenziell krebserregend. Bis heute herrschen Unsicherheit und Befürchtungen, dass diese supraphysiologischen Level das Risiko für Brustkrebs, Endometriumkrebs und Ovarialkarzinom erhöhen.…
Der Einsatz von Lithium-haltigen Antidepressiva in der Schwangerschaft ist und bleibt umstritten. Ob der zu vermeidende Schaden beim Fötus jedoch wirklich die Inkaufnahme eines Rückfalls der Mutter rechtfertigt, wollten dänische Forscher nun in einer großen Metaanalyse herausfinden. Allerdings können auch sie keine pauschale Empfehlung aussprechen.
Es gibt einige Studien, die nahelegen, dass die Geburtsmethode Einfluss auf das Darm-Mikrobiom eines Kindes hat und damit auch unweigerlich auf die Gewichtsentwicklung. Doch nun haben Sheryl L. Rifas-Shiman et al. in einer repräsentativen Kohorte von 16.140 Geschwistern untersucht, ob wirklich Übergewicht droht, wenn ein Kaiserschnitt gemacht…
Auch als psychisch gesunde Frau kann der Zyklus eine Herausforderung darstellen – Missempfindungen, Wassereinlagerungen bis hin zu depressiven Verstimmungen können schwer auf die Stimmung drücken. Eigentlich ist es da nur logisch, dass bei einer bereits vorhandenen psychischen Erkrankung nochmal eine Verschlechterung der Symptome während des Zyklus…
Nicht nur in Mode und Ernährung gibt es Trends, auch bei den Geburtsmethoden – wie es scheint. So gilt es seit kurzem als empfehlenswert, Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, direkt nach der Geburt mit dem Vaginalsekret der Mutter einzureiben. Ziel des Ganzen: Das Mikrobiom der Kinder soll genauso „gut“ werden wie nach einer…