Ist eine Ernährung mit reichlich Omega-3-Fettsäuren aus Fischen nun empfehlenswert in der Schwangerschaft oder nicht? Die Datenlage ist widersprüchlich, mal heißt es, die Kinder seien vor Asthma geschützt und sind intelligenter, mal lässt sich kein Benefit nachweisen. Diese Arbeit weist nun anhand eindeutiger körperlicher Signale nach, dass der…
Das Paradigma des sterilen Mutterbauchs wird zurzeit diskutiert. Nicht zuletzt weil es zunehmend Hinweise dafür gibt, dass das kindliche Mikrombiom sich schon im Mutterleib bilden könnte. Um dies genauer zu untersuchen, haben Eva Maria Rehbinder und Kollegen Proben von Fruchtwasser aus noch intakten Fruchtblasen mit dem aus geplatzten Blasen…
Bis zu 20% der werdenden Mütter leiden unter Depressionen oder Angststörungen. Weitere Frauen erreichen eine subklinische Schwelle, werden aber nicht mit einer solchen Erkrankung diagnostiziert. Das ist insofern bedeutsam, weil sich zunehmend mehr Hinweise darauf ergeben, dass diese psychischen Probleme bereits im Mutterleib die neurobiologische…
Eine Präeklampsie ist bekanntermaßen mit einer erhöhten Rate an fetalen Beeinträchtigungen bis hin zu Todesfällen verknüpft. Daher ist der Bedarf an einer wirksamen medikamentösen Therapie, die weder Mutter noch Kind schädigen, hoch. Diese Arbeitsgruppe hat den Protonenpumpen-Inhibitor Esomeprazol getestet und festgestellt, dass erstmal weiter nach…
Medroxyprogesteronacetat spielt nicht nur in der Verhütung eine Rolle, sondern, wie es aussieht, auch in der Krebstherapie. Insbesondere bei Endometriumkarzinomen. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest Stephen Flascone und Kollegen, die diese Injektion bei Patientinnen vor ihrer OP eingesetzt haben und damit die Tumorlast reduzieren konnten.
Zur Geburtseinleitung werden bevorzugt Prostaglandine eingesetzt, die die Erweiterung des Muttermundes zur Folge haben. Meist wird dabei Dinoproston eingesetzt. Doch nun wollten britische Wissenschaftler untersuchen, ob ein Misoprostol-haltiges Freisetzungssystem (MVI) nicht noch besser zur Geburtseinleitung geeignet ist. Ihnen zufolge ist es das. …
In der sogenannten prenatal sex steroid theory heißt es, dass Geschlechtshormone, insbesondere die Androgene, mit ursächlich für die Entstehung von Autismus sind. Da auch Frauen mit PCOS pränatal erhöhte Werte für Testosteron und dessen Vorläufer aufweisen, lautet die Theorie weiter, dass diese Frauen häufiger unter Autismus leiden müssten und ihre…
Krebstherapien ermöglichen heutzutage immer öfter ein gutes Langzeitüberleben. Erkrankt eine Frau vor ihrer Menopause an einer Krebsform ihres Reproduktionstraktes, dann bedeutet das beispielsweise keineswegs , dass sie künftig auf Kinder verzichten muss. Bei diesen Krebsüberlebenden (Keimzelltumor des Ovars) konnten über 90% ihren Kinderwunsch…
Denkt man an Endometriose, fallen vor allem Begriffe wie Dysmenorrhö, chronische Beckenschmerzen, Dyspareunien oder auch Depressionen. Der Fatigue dagegen wurde bislang noch kaum Raum gegeben in der Endometriose-Forschung. Das muss sich dringend ändern, finden Annika Ramin-Wright und Kollegen. Denn wie sich in dieser multizentrischen…
Neben den psychischen Narben, die missbrauchte Kinder mit ins Erwachsenenleben nehmen, gibt es auch körperliche Symptome, die bleiben. Dazu zählt laut dieser Analyse auch ein erhöhtes Vorkommen einer Endometriose – und zwar umso häufiger, je schlimmer und häufiger der Missbrauch stattgefunden hat.
Erkranken Frauen noch vor der Menopause an Brustkrebs, dann gilt der selektive Östrogenrezeptor-Modulator Tamoxifen als das Mittel der Wahl. Jüngst wurde Hochrisikopatientinnen sogar empfohlen, die Therapiedauer von 5 auf 10 Jahre zu erhöhen. Dies ist allerdings nicht ohne Einschränkungen zu sehen, wie diese Arbeitsgruppe feststellt: Denn das…
Das Insektenschutzmittel DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) ist seit über 30 Jahren verboten. Trotzdem finden sich bis heute Rückstände in Wasser und Boden. So kommt es, dass Alan Brown et al. im Blut von Müttern, deren Kinder mit Autismus auf die Welt gekommen sind, nach Abbauprodukten des Gifts gesucht haben. Und tatsächlich: DDT könnte Schuld…
Jennifer Litton et al. veröffentlichen nun im New England Journal of Medicine die Ergebnisse ihrer randomisierten Phase-III-Studie bei 431 Brustkrebspatientinnen mit BRCA-1/-2-Genmutation. Untersucht wurde der Einsatz des PARP-Inhibitors Talazoparib im Vergleich zu einer Standardtherapie – wobei der PARP-Inhibitor signifikant besser abschnitt.
Frauen mit PCOS leiden zum Teil unter schwerem Übergewicht und Depressionen sowie Angststörungen. Ob bei ihnen bereits eine Lebensstilintervention reicht, um diese Aspekte zu lindern oder ob eine ergänzende kognitive Verhaltenstherapie noch bessere Ergebnisse erzielt, haben nun Forscher aus Pennsylvania untersucht. Fazit: Ja, es ist sinnvoll zu…
Auf den Färöer Inseln, wo regelmäßig viel Fisch verzehrt wird, hat man beobachtet, dass Schwangerschaften länger dauern und die Kinder mit einem hohen Geburtsgewicht auf die Welt kommen. Das legte den Verdacht nahe, dass eine Fisch(öl)reiche Ernährung sich positiv auf die Gestation auswirkt. Eine Studie, die die Blutwerte für diese Fettsäuren (FS)…