Wann sollte entbunden werden, wenn es zum vorzeitigen Blasensprung gekommen ist? Darüber scheiden sich die Geister. Jean-Charles Pasquier et al. haben nun die schnelle Entbindung innerhalb von 24 Stunden unter Antibiose mit Abwarten unter Antibiose verglichen. Das Ergebnis ist zwiespältig: zwar steigt das Gestationsalter und das Geburtsgewicht beim…
Eine Frühgeburt ist die häufigste Komplikation bei Zwillingsschwangerschaften. Ob im Falle eines verkürzten oder bereits dilatierten Gebärmutterhalses eine Zerklage genau diese Komplikation verhindern kann, haben Forscher aus Shanghai nun untersucht. Sie kommen zu dem eindeutigen Ergebnis: ja, in diesen Fällen lohnt die Zerklage – um bis zu 7…
Allein in den USA sterben täglich 116 Menschen aufgrund einer Opioid-Überdosis. Rund 40% dieser Menschen haben zuvor ein Opioid verschrieben bekommen, was anschließend zu diesem Missbrauch geführt hat. Um das Risiko eines Opioid-Missbrauchs und die damit verknüpften Todesfälle künftig zu reduzieren, hat ein großes Versorgungszentrum in New York…
Etwa die Hälfte aller rauchenden Frauen, die schwanger werden, können auch nach der Empfängnis nicht vom Glimmstängel lassen. Das erhöht wiederum das Risiko für eine fehlerhafte Lungenfunktion und Keuchhusten, Atemwegsinfektionen und Asthma beim Kind. Womöglich hilft ein täglicher Vitamin-C-Schub, um diese Risiken abzumildern.
Liegt das triple-negative Brustkarzinom unresezierbar oder metastasiert vor, ist das mit einem schlechten Überleben assoziiert. Die Frage, ob sich das Überleben durch eine Wirkstoffkombination aus nab-Paclitaxel und Atezolizumab verbessern lässt, haben nun Peter Schmid und Kollegen in der IMpassion130 Studie untersucht – mit vielversprechendem…
In der PALOMA-3-Studie wurde die Wirksamkeit des CDK4/6-Inhibitors Palbociclib zusammen mit Fulvestrant nach vorangegangener endokriner Therapie bei HR+/HER2- Brustkrebspatientinnen untersucht. Bereits 2016 wurde die finale Analyse der Studie vorgestellt, doch Nicholas C. Turner et al. haben eine weitere, vordefinierte Analyse der Studiendaten…
Bislang galt ja, dass vor allem Frauen, deren BMI über 25kg/m2 liegt, ein besonders erhöhtes Risiko für einen späteren Brustkrebs nach der Menopause haben. Dass es pauschal am BMI liegt, haben nun Neil Iyengar und Kollegen widerlegt: ihrer Analyse nach haben nämlich auch normalgewichtige Frauen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko – wenn ihr…
Bislang wird HbA1c, ein Parameter für glykiertes Hämoglobin, vor allem bei Frauen mit Typ 2 Diabetes gemessen, sobald sie schwanger sind. Ziel ist es, das Risiko für Gestationsdiabetes (GD) zu erfassen. Ob sich der Parameter jedoch auch bei einer nicht vorselektierten Patientinnengruppe als prädiktiver Marker eignet - und zwar schon im ersten…
Bislang gibt es noch kaum empirische Daten darüber, ab welchem Alter man das Zervixkarzinomscreening beenden sollte. Die Empfehlungen variieren zwischen 50 - 70 Jahren. Um hier eine konkrete Hausnummer zu erhalten, haben Talia Malagon et al. ein sogenanntes Markov-Modell entwickelt, anhand dessen sie das verbleibende Lebenszeitrisiko für das…
Wenn es um das fruchtbare Zeitfenster für eine Schwangerschaft geht, rückt vorwiegend das Alter der werdenden Mutter in den Fokus. Allerdings sollte auch das Alter des Vaters in Betracht gezogen werden, glaubt man dieser retrospektiven Kohortenstudie.
Die Standardtherapie bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem Ovarialkarzinom beläuft sich ja auf eine zytoreduktive Chirurgie und eine platinbasierte Chemotherapie. Dennoch treten bei 70% der Frauen innerhalb von 3 Jahren nach der Therapie Rezidive auf, die meist mit Olaparib effektiv behandelt werden können. Ob sich der Einsatz des…
KHK der ersten Generation enthalten noch höhere Östrogen-Dosen und andere Progesterone als die Kombi-Pillen der neueren Generationen. Bei den älteren Pillen hat man eine Risikoreduktion für Ovarialkrebs ermitteln können – aber ist das auch bei neuen Präparaten der Fall? Diese Arbeitsgruppe sagt: Ja.
Untersucht eine Studie die Wirkung kombinierter oraler Kontrazeptiva, beschränkt sie sich meist auf die Sicherheit, den Pearl Index oder das Thromboserisiko. Juha Suuronen und Kollegen haben nun ihr Augenmerk auf etwas ganz anderes gerichtet, nämlich die Auswirkung der Pille auf die Körperzusammensetzung.
Frauen mit erhöhtem Gewicht haben in der Schwangerschaft bekanntermaßen erhöhte Gesundheitsrisiken – so wie ihre Babys. Eine Lebensstilintervention ergibt bei diesen Frauen daher sehr viel Sinn, doch ob es wirklich etwas bringt, ist dank unstandardisierter Studienaufbauten bislang unklar. Das Konsortium LIFE-Moms hat daran nun etwas geändert.
Dass schätzungsweise 50% der Feten, die sich kurz vor der Geburt in Steißlage befinden, durch externe Manöver doch noch in zephale Lage gebracht werden können, ist bekannt. Allerdings sind die Fallzahlen dazu begrenzt. Nun hat eine große Kohortenstudie mit über 3.000 Feten in Beckenendlage diese Ergebnisse bestätigt – und verfeinert.