Lange Zeit galt die Zugabe von Östrogenen ab der Menopause als Schutzfaktor vor Alzheimer. Allerdings legte eine Kontrollstudie der Women’s Health Initiative das Gegenteil nahe. Sie sollte recht behalten, denn finnische Forscher stützen die Aussage, dass eine HRT eher Alzheimer begünstigt als davor schützt.
Stress und Schmerzen in der Schwangerschaft können dazu führen, dass Frauen trotz der besonderen Umstände Medikamente einnehmen müssen. Nun legt man aber insbesondere bei Paracetamol nahe, dass es u.a. das Asthma-Risiko beim Ungeborenen erhöhen kann. Jetzt postulieren schwedische Forscher aber, dass es vielmehr an den Ursachen für die…
Eine 28-jährige Patientin stellte sich im April 2017 erstmals in unserer Notfallklinik vor. Sie klagte über seit wenigen Monaten bestehende bitemporale, dumpf-drückende Kopfschmerzen, gelegentlich mit Übelkeit und Erbrechen, keine Photo- oder Phonophobie.
In Familien, in denen es bereits ein Kind gibt, welches unter einer Autismus-Spektrum-Störung leidet, ist die Wahrscheinlichkeit, ein weiteres Kind mit Autismus zu bekommen, erhöht. In einem solchen Patientenkollektiv haben Rebecca Schmidt et al. untersucht, was eine frühzeitige Einnahme von Folsäure bei der Folgeschwangerschaft bewirken kann.…
Dass in der Schwangerschaft im Falle eines Vaginalpilzes lieber auf eine topische Salbe zurückgegriffen werden sollte als auf eine orale Tablette, hat diese kanadische Fall-Kontroll-Studie bestätigt. So erhöhte die Einnahme von Fluconazol das Risiko für Spontanabort sowie Herzklappenfehler.
Stellt sich eine Ovarialzyste im Ultraschall als unauffällig heraus, kann statt der Nummer-Sicher-OP künftig ruhig auf watchful waiting umgesattelt werden. Zumindest kommt diese belgische Studie in ihrer Interimsanalyse nach 2 Jahren Nachbeobachtungszeit zu diesem Schluss.
Vor 3 Jahren veröffentlichten Kopenhagener Autoren um Jakob Stokholm die ersten Ergebnisse ihrer randomisierten klinischen Studie zur Hochdosis-Supplementation von Vitamin D in der Schwangerschaft. Ziel war es, das Asthma-Risiko beim Nachwuchs zu vermindern – doch die Daten nach 3 Jahren konnten dies nicht verifizieren. Nun legen die Autoren die…
Das Brustimplantat-assoziierte anaplastische großzellige Lymphom (BIAALCL) ist eine neue, sehr seltene Tumorentität. Seit einigen Jahren gibt es vermehrt Hinweise, dass Brustimplantate mit dem Auftreten eines anaplastischen großzelligen Lymphoms in Zusammenhang stehen können.
Nun könnte man meinen, dass Frauen, die im Lauf ihres Lebens an einem Brustkrebs erkranken, eine gewisse genetische Prädisposition für Krebs aufweisen oder anfälliger für Umweltfaktoren sind. Insofern ist es nicht überraschend, dass im Nachgang zu einer Brustkrebserkrankung auch das Risiko für sekundäre maligne Neoplasmen steigt. Eine französische…
Frauen, deren Brustkrebs hormonrezeptorpositiv ist und in einem frühen Stadium entdeckt wird, können nach der operativen Therapie eine Hormontherapie erhalten, um das Rückfallrisiko zu mindern. Allerdings gibt es Bedenken, dass sich die Endokrine langfristig negativ auf das Gehirn der Patientinnen auswirken – offenbar jedoch sind diese Bedenken…
Sekundäre maligne Neoplasmen nach einer vorangegangenen Brustkrebserkrankung werden immer häufiger, da die Zahl der Überlebenden stetig steigt. Bisherige Studien haben bereits gezeigt, dass insbesondere hämatologische Krebsformen wie die akute myeloische Leukämie oder das Myelodysplastische Syndrom gehäuft auftreten. Wie häufig noch weitere…
Bluthochdruckerkrankungen in der Schwangerschaft verursachen weltweit etwa 14% aller mütterlichen Todesfälle – vor allem in Entwicklungsländern. Um die mütterliche und neonatale Morbidität zu reduzieren, hat ein internationales Forscherteam die Kalzium-Supplementation schon vor Beginn der Schwangerschaft eingeführt – allerdings mit moderatem…
Zwar wird es weltweit eher als Krebsschutz angesehen, wenn man als Frau mindestens ein Kind bekommen hat, allerdings könnte sich durch den hormonellen Ausnahmezustand auch das Brustkrebsrisiko erhöhen. Ob da was dran ist und ob Stillen etwas an einer möglichen Risikoerhöhung ändert, haben Hazel Nichols und Kollegen untersucht.
Klingt harsch, aber offenbar verschlechtert die Pille tatsächlich die Fähigkeit, Emotionen zu erkennen und zu verarbeiten. Zu dieser Erkenntnis ist eine deutsche Arbeitsgruppe gekommen, die für ihre Aussage 95 Frauen untersucht hat – was Voraussetzung dafür war, um statistisch zuverlässige Ergebnisse zu bekommen. Das Fazit der Arbeit: Die Pille…
Eine weitere Arbeit, die sich mit Vitamin D beschäftigt hat. Sie hebt sich jedoch insofern von den anderen Beobachtungsstudien ab, dass sie mit ihrer Probenzahl eine statistische Power erreicht, wie es andere Arbeiten nicht schaffen. Und demnach lässt sich absolut kein Zusammenhang zwischen zirkulierenden Vitamin-D-Werten im Blut und einer…