Nach der Übernahme der Diako durch den Malteserorden wird das Angebot an Schwangerschaftsabbrüchen in Flensburg eingeschränkt – ein Schritt, der Kritik aus Gesellschaft und Politik hervorruft.
Das Landesarbeitsgericht Hamm erklärte im Rechtsstreit um ein Abtreibungsverbot des katholischen Klinikträgers die Anordnung für die Nebentätigkeit des Chefarztes für rechtswidrig, während die Beschränkungen für seine angestellte Tätigkeit in der Klinik bestehen bleiben; eine Revision zum Bundesarbeitsgericht wurde nicht zugelassen.
Trotz des Trägerwechsels am Diako-Krankenhaus in Flensburg bleibt die Versorgung bei medizinisch notwendigen Schwangerschaftsabbrüchen gesichert. Ambulante Eingriffe nach Beratungsregelung fallen jedoch künftig weg, wie im Sozialausschuss des Landtags erläutert wurde.
Rund ein bis zwei Prozent der Paare im reproduktiven Alter sind von einem rezidivierenden Schwangerschaftsverlust betroffen. Bei 40 bis 50 Prozent der Fälle bleiben die Ursachen hierfür ungeklärt.
Ab sofort können Menschen in England die «Pille danach» kostenfrei und ohne Rezept in Apotheken erhalten. Die Maßnahme soll nicht nur ungewollte Schwangerschaften verhindern, sondern auch das Gesundheitssystem entlasten.
Während ein Großteil der Schwangeren von normaler Schwangerschaftsübelkeit betroffen ist, die normalerweise mit dem Ende des ersten Trimesters nachlässt, tritt bei einem kleinen Teil der Frauen Hyperemesis gravidarium auf. Für die Schwangeren ist dies mit enormen Belastungen verbunden. Sie verlieren etwa stark an Gewicht oder leiden unter Anzeichen…
Eine aktuellen Umfrage zufolge sprechen sich 58% der wahlberechtigten Deutschen dafür aus, dass Krankenkassen die Kosten für Schwangerschaftsabbrüche zumindest teilweise übernehmen. Besonders Frauen befürworten eine Reform. Die Bundesregierung prüft eine Ausweitung – konkrete Pläne fehlen bislang.
Mehr als 40 Schwangerschafts- und Konfliktberatungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern bieten Orientierung, Hilfe und Hoffnung – Sozialministerin Stefanie Drese hebt ihre zentrale Rolle für Familien in schwierigen Lebenslagen hervor.
Ein erfahrener Gynäkologe darf nach einer Klinikfusion keine Schwangerschaftsabbrüche mehr vornehmen – selbst bei schweren Fehlbildungen. Der katholische Träger verbietet es, der Arzt klagt. Der Fall sorgt bundesweit für Diskussionen.
Pro Familia begrüßt die Pläne von Union und SPD, die Kostenübernahme bei Schwangerschaftsabbrüchen auszuweiten. Dies könnte vielen Frauen helfen, die finanziellen Belastungen zu reduzieren.
Berlin (dpa) - Der Vorstoß zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in den ersten zwölf Wochen ist vorerst gescheitert. Der Rechtsausschuss des Bundestags entschied, keine Abstimmung über den Gesetzentwurf im Bundestag zu ermöglichen. Eine Sondersitzung des Ausschusses, die dafür nötig gewesen wäre, fand keine Mehrheit, unter anderem wegen…
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In Deutschland werden 20-25 % der Geburten künstlich eingeleitet – Tendenz steigend. Gründe dafür sind z. B. ein überfälliger Geburtstermin oder eine Verzögerung der Geburt mit schwacher Wehentätigkeit. Eine Geburt wird meist mit medikamentösen oder mit mechanischen Verfahren eingeleitet. Diese Maßnahmen können die Geburt beschleunigen, bringen…
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edited by Thieme
Bis heute ist die Gynäkologie und Geburtshilfe nur selten geprägt von einer verständnisvollen Fehlerkultur. Vielmehr gibt es hier eine konfliktreiche Gradwanderung zwischen zu viel und zu wenig. Wo früher vor allem eine unterlassende Geburtshilfe gerichtlich aufgearbeitet wurde, stehen heute eher die Prozesse zur Debatte, bei denen das…
In anderen Bundesländern können sich Frauen auch online über eine Abtreibung beraten lassen. Das wollte auch Bayerns Gesundheitsministerium. Doch dann kamen die eigenen Regierungsfraktionen.
Der Bundestag befasst sich mit einem überfraktionellen Antrag zur Neuregelung von Schwangerschaftsabbrüchen. Der Landtag soll das auf Antrag von SPD und SSW unterstützen.