Nachdem mittlerweile hinlänglich bekannt ist, dass die Blase alles andere als steril ist, konzentriert sich die Forschung bislang eher auf den negativen Effekt pathogener Keime in der Blase. Dabei wäre es doch auch schön, sich auf die nützlichen Bakterien zu konzentrieren, die vor Harnwegsinfektionen schützen können. Das haben nun Krystal…
Bei einer künstlichen Befruchtung wird der Körper der Patientin mit Hormonkonzentrationen konfrontiert, die nicht dem physiologischen Level entsprechen. Das ist potenziell krebserregend. Bis heute herrschen Unsicherheit und Befürchtungen, dass diese supraphysiologischen Level das Risiko für Brustkrebs, Endometriumkrebs und Ovarialkarzinom erhöhen.…
Der Einsatz von Lithium-haltigen Antidepressiva in der Schwangerschaft ist und bleibt umstritten. Ob der zu vermeidende Schaden beim Fötus jedoch wirklich die Inkaufnahme eines Rückfalls der Mutter rechtfertigt, wollten dänische Forscher nun in einer großen Metaanalyse herausfinden. Allerdings können auch sie keine pauschale Empfehlung aussprechen.
Es gibt einige Studien, die nahelegen, dass die Geburtsmethode Einfluss auf das Darm-Mikrobiom eines Kindes hat und damit auch unweigerlich auf die Gewichtsentwicklung. Doch nun haben Sheryl L. Rifas-Shiman et al. in einer repräsentativen Kohorte von 16.140 Geschwistern untersucht, ob wirklich Übergewicht droht, wenn ein Kaiserschnitt gemacht…
Auch als psychisch gesunde Frau kann der Zyklus eine Herausforderung darstellen – Missempfindungen, Wassereinlagerungen bis hin zu depressiven Verstimmungen können schwer auf die Stimmung drücken. Eigentlich ist es da nur logisch, dass bei einer bereits vorhandenen psychischen Erkrankung nochmal eine Verschlechterung der Symptome während des Zyklus…
Nicht nur in Mode und Ernährung gibt es Trends, auch bei den Geburtsmethoden – wie es scheint. So gilt es seit kurzem als empfehlenswert, Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, direkt nach der Geburt mit dem Vaginalsekret der Mutter einzureiben. Ziel des Ganzen: Das Mikrobiom der Kinder soll genauso „gut“ werden wie nach einer…
Als die WHO davon abgeraten hat, Schwangeren routinemäßig Vitamin D zu verordnen, schien das eine eindeutige Handlungsempfehlung zu sein. Dann folgte jedoch die große Metaanalyse von W. Guang et al., die sich klar für eine Supplementation aussprach. Nun gibt es wieder Gegenwind: Die Arbeitsgruppe um Maria Magnus sagt in the bmj: Es gibt keinen…
Frauen mit Kinderwunsch sollten sich möglichst Obst-reich ernähren und wenig Fertiglebensmittel konsumieren. Soweit, so klar. Nun haben Jessica Grieger et al. die Ernährungsgewohnheiten mit der Zeit bis zur Empfängnis verglichen und geben der Thematik damit eine weitere Kennzahl: um bis zu einen knappen Monat kann sich eine Empfängnis bei…
Man könnte meinen, dass Pap-Tests von Frauen, die ein diagnostiziertes Zervixkarzinom haben, kurz vor der Diagnose ziemlich eindeutig ausfallen: nämlich positiv. Aber das Gegenteil ist der Fall. Zumindest in dieser retrospektiven Kohortenstudie: hier waren invasive Karzinome tatsächlich eher mit einer vorangegangenen falsch-negativen Zytologie…
Nicht nur in den USA wird das Thema Abtreibung kontrovers diskutiert – dort jedoch wird der Zugang zur Abtreibung staatlich strenger reglementiert mit der Begründung, dass eine Abtreibung die mentale Gesundheit der Frauen beeinträchtige. Ob ein solcher Eingriff wirklich einen schwerwiegenden Effekt auf die geistige Gesundheit der Frauen hat, haben…
Die Daten der Nurses Health Study ermöglichen es, repräsentative Beobachtungen zwischen Ursache und Wirkung zu erhalten. So auch in diesem Fall: erstmals konnte ein Forscherteam ermitteln, wie sich die Einnahme eines einst gängigen Medikaments auf die neurologische Entwicklung über mehrere Generationen hinweg auswirkt. So erhöht sich bis in die…
Stress ist ein Lebensumstand, dem man kaum zu entkommen scheint. Umso schlimmer, dass er richtig schädlich für unsere Gesundheit ist, wenn wir ihm lange genug ausgesetzt sind. So verändert sich beispielsweise auch das Brustkrebsrisiko, wie amerikanische Forscher nun herausgefunden haben. Allerdings – und das ist das Paradoxe – in beide Richtungen.
Man könnte meinen, dass Frauen, die unter schweren Depressionen leiden, Probleme haben, schwanger zu werden. Vor allem wenn sie bereits eine Fruchtbarkeitstherapie (Clomifen oder Letrozol) erhalten. Doch dem ist nicht so. Stattdessen wirkt sich eine Depression des männlichen Partners auf die Empfängniswahrscheinlichkeit aus.
Zwar heißt es zunehmend, dass Frauen wieder zurück zur natürlichen Geburt finden sollen statt vorschnell einen Kaiserschnitt zu wählen. Doch bei Folgeschwangerschaften nach einer solchen Sectio scheint es sinnvoll, diese Geburtsmethode zu wiederholen. Denn: In dieser Kohorte war eine erhöhte mütterliche und kindliche Morbiditätsrate bei…
Welcher Feinstaubelastung man ausgesetzt ist, hat man nicht unbedingt selbst in der Hand. Die Luftverschmutzung ist somit einer der Faktoren, den man im Falle einer Schwangerschaft nicht ändern kann – außer man zieht kurzfristig um. Umso bedauerlicher ist es, dass die Luftqualität schon früh den Grundstein für Blutdruckprobleme beim Nachwuchs legt…