Hausgeburt ohne Arzt: Mutter und Großmutter nach Tod des Säuglings vor Gericht

In Neu-Ulm beginnt der Prozess gegen eine Mutter und ihre Mutter, nachdem ein Neugeborenes nach einer geplanten Hausgeburt ohne ärztliche Begleitung starb. Trotz bekannter Beckenlage des Babys wurde kein Mediziner hinzugezogen. Erst eine halbe Stunde nach der Geburt wurde ein Notarzt alarmiert – zu spät, um das Leben des Kindes zu retten.

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Am Amtsgericht Neu-Ulm beginnt der Prozess gegen zwei Frauen nach einer fehlgeschlagenen Hausgeburt ohne ärztliche Hilfe.

Aufgrund einer misslungenen Hausgeburt soll in Schwaben das Neugeborene zu Tode gekommen sein. Die 30 Jahre alte Mutter des Kindes sowie deren 58 Jahre alte Mutter müssen sich deswegen heute (13.00 Uhr) vor dem Amtsgericht in Neu-Ulm wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Prozess nach geplanter Hausgeburt ohne medizinische Betreuung

Die beiden Frauen hatten laut der Anklage die Hausgeburt ohne ärztliche Hilfe geplant. Obwohl beim Einsetzen der Wehen bekannt war, dass das Kind in einer schwierigen Beckenlage war, sollen die Frauen weiter keinen Mediziner alarmiert haben.

Auch unmittelbar nach der Geburt des leblosen Säuglings sei keine Hilfe verständigt worden. Erst eine halbe Stunde später sei der Notarzt gerufen worden. Das Baby kam dann noch in eine Klinik, wo der kleine Junge aber am Folgetag starb.