Mehrere Säuglinge sterben in sibirischer Klinik – Ermittlungen laufen

Nach dem Tod mehrerer Neugeborener in einer Klinik in Nowokusnezk prüfen Ermittler mögliche Fahrlässigkeit des Personals.

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Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa
Russische Medien berichten von bis zu zehn toten Säuglingen seit Jahresbeginn in einer Klinik in Kemerowo.

In einer Geburtsstation der sibirischen Stadt Nowokusnezk sind nach russischen Medienberichten seit Neujahr zahlreiche Neugeborene gestorben. Die staatliche Nachrichtenagentur Tass schrieb von neun toten Säuglingen, die Agentur Ria Nowosti sogar von zehn toten Babys. Sie beriefen sich auf Quellen im Gesundheitswesen des Gebietes Kemerowo. 

Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit eingeleitet

Das Staatliche Ermittlungskomitee der Region eröffnete ein Verfahren wegen Fahrlässigkeit des medizinischen Personals. Die Geburtsstation Nr. 1 der städtischen Klinik sei geschlossen worden, weil bei Mitarbeitern verstärkt Erreger von Atemwegskrankheiten nachgewiesen worden seien, berichtete Ria Nowosti.

Die Stadt Nowokusnezk im Kohle- und Industrierevier Kusbass hat eine halbe Million Einwohner und liegt etwa 3.100 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt Moskau.