Digitale Hilfe für Schwangere: Brandenburg fördert Videoberatung

In Brandenburg sollen Schwangere künftig einfacher und schneller professionelle Beratung erhalten – auch ohne lange Wege. Das Land investiert gezielt in digitale Angebote und unterstützt Beratungsstellen bei der technischen Umsetzung.

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Digitale Nähe trotz räumlicher Distanz: Schwangere in Brandenburg können künftig per Video professionelle Beratung erhalten.

Brandenburgs Sozialministerium unterstützt die Einrichtung von Schwangerschaftsberatungen per Video. Träger von Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen können pro Vollzeitkraft bis zu 4.000 Euro für die Digitalisierung beantragen, wie das Ministerium mitteilte. Bis zum 10. November müssen die Unterlagen dem Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) vorliegen.

Schnelle Hilfe für Schwangere – auch auf dem Land

«Ratsuchende profitieren von schnellen, unkomplizierten und ortsunabhängigen Zugängen zu professioneller Unterstützung in Beratungsstellen», erklärte Sozial- und Frauenministerin Britta Müller (BSW). Gerade in einem Flächenland wie Brandenburg werde es immer herausfordernder, flächendeckende Beratungsangebote sicherzustellen. Eine Videoberatung ermögliche einen ortsunabhängigen und zeitsparenden Austausch zwischen Beratenden und Ratsuchenden. 

Laut Ministerium gibt es in Brandenburg 41 staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen. Zudem gebe es weitere Stellen in freier und kommunaler Trägerschaft. Zur Unterstützung der Einrichtungen hat das Land nach eigenen Angaben für das laufende Jahr insgesamt rund 5,3 Millionen Euro eingeplant, so viel wie jeweils auch in den beiden Vorjahren. Im kommenden Jahr sollen dann 5,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen.