Die endokrine Therapie von HR-positivem Brustkrebs ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits hemmt sie das Tumorwachstum – andererseits fördert sie es. Aromataseinhibitoren begünstigen nämlich die Cholesterinkonzentration – und dessen Abbauprodukt wirkt wiederum östrogen. Eine sinnvolle Ergänzung zur Therapie sind daher Statine.
Nicht alle Schmerzmittel sind gleich – das gilt auch im Hinblick auf die Krebsprävention. Beim Brustkrebs haben Forscher jetzt einen verblüffenden Zusammenhang entdeckt: Einzig niedrig dosiertes Aspirin schützt vor HR-positivem/HER2-negativem Brustkrebs.
Ein gesunder Schlaf hilft bei vielem: fit durch den Tag zu kommen beispielsweise. Doch offenbar liegt hier noch viel mehr verborgen. Denn zu wenige Stunden oder nicht ausreichend erholsamer Schlaf könnte auch besonders fatale Formen von Brustkrebs begünstigen.
Die meisten Ovarialkrebsfälle werden so spät diagnostiziert, dass die Lebenserwartung der Frauen zu diesem Zeitpunkt drastisch reduziert ist. Um frühere Diagnosen zu ermöglichen, ist es wichtig, Risikofaktoren zu kennen. Einen solchen Faktor haben Wissenschaftler jetzt identifiziert: Diabetes mellitus.
Tai Chi ist seit Jahrhunderten fester Bestandteil fernöstlicher Lehren und soll zu mehr Entspannung und innerer Ruhe führen. Dass davon auch ehemalige Brustkrebspatientinnen profitieren, zeigt diese aktuelle Studie: bereits 3 Monate Übung brachten eine langfristige Symptomverbesserung bei Schlaflosigkeit.
Aus manchen Operationen ist die Robotertechnik nicht mehr wegzudenken – siehe bei der radikalen Prostatektomie. Doch nicht immer ist ein Roboter auch die bessere Alternative zur klassischen OP: bei der Hysterektomie schneidet die vaginale Methode deutlich besser ab.
Selten, aber mit umso fatalerer Prognose sind Melanome der Gebärmutterschleimhaut. Auch hier gilt – wie bei allen anderen Krebsarten: je höher das Stadium, desto schlechter die Prognose. Bei Stadium III liegt das 2-Jahres-Überleben in dieser Arbeit bei 0. Eine Hysterektomie lohnt sich jedoch in jedem Fall.
Nach der 40. Schwangerschaftswoche ist es nicht unüblich, wenn sich ein Oligohydramnion bildet. Kommt es jedoch im 2. Trimester schon zum Fruchtwassermangel, ist Ursachenforschung wichtig. Hierbei sollte künftig eine Amnioinfusion genutzt werden, um eine bessere Diagnose zu erzielen.
Bei postpartalen Blutungen sollte künftig nicht gewartet werden, bis Oxytocin und Co. fehlschlagen: direkt nach der Geburt sollte Tranexamsäure verabreicht werden. In dieser großen Studie bewirkte die frühe Gabe einen signifikanten Rückgang der Sterblichkeit, besonders wenn das Mittel innerhalb von 3 Stunden nach der Geburt gegeben wurde.
Gemeinsam sind wir stark: so könnte man die Präventionsstrategie beim Zervixkarziom zusammenfassen. So kann die Kombination aus HPV-Test für die 2 Hochrisikotypen mit der dual-stained Zytologie laut dieser Hochrechnung nicht nur mehr Todesfälle verhindern, sondern ist langfristig auch noch günstiger als der alleinige Pap-Test.
Frauen mit Kinderwunsch, die eine Endometriose an den Eisertöcken haben, können sich operieren lassen. Um ein Rezidiv der gutartigen Gewebswucherung zu vermeiden, wird häufig präventiv Dienogest verabreicht. Diese Prophylaxe scheint aber ihren Preis zu haben: Die Knochendichte sinkt.
Das haben sich auch Bostoner Forscher gefragt – schließlich gibt es bislang keine populationsbasierten Daten zu dieser Inzidenz. Bei ihrer Analyse konnten sie zwei Subgruppen unter Brustkrebs-Patientinnen ausmachen, bei denen ein Hirnscreening wahrscheinlich sinnvoll ist.
Unfruchtbare Frauen können ihren Kinderwunsch dank Fruchtbarkeitstherapie verwirklichen. Allerdings bleibt bei einigen dieser Patientinnen die Therapie erfolglos. Und damit nicht genug: Diese Frauen haben anschließend öfter kardiovaskuläre Probleme.
Nach den Ergebnissen der dänischen Kohortenstudie, die besonders bei jungen Frauen ein erhöhtes Depressionsrisiko unter Pilleneinnahme festgestellt hat, folgt nun die nächste Arbeit mit ähnlichem Tenor: kombinierte orale Kontrazeptiva scheinen auch das generelle Wohlbefinden zu beeinträchtigen.
Weniger Gehalt als männliche Kollegen, höhere Erwartungen als an andere Kollegen: Diskriminierung hat viele Gesichter und scheint immer noch viele Frauen zu betreffen. In dieser großen Umfrage gaben fast 80% der Frauen an, irgendeine Form der Ausgrenzung erfahren zu haben.