
Eine Hormonersatztherapie kann die Hitzewallungen meist effizient reduzieren. Allerdings geht sie oftmals mit Nebenwirkungen einher. Alternative Behandlungsmethoden stehen daher immer wieder auf dem Prüfstand. Eine ist zum Beispiel die Selbsthypnose. Amerikanischen Wissenschaftlern zufolge kann sie die Beschwerden deutlich reduzieren.
Selbsthypnose mithilfe von Audioaufnahmen
Einbezogen wurden 250 postmenopausale Frauen mit einem Durchschnittsalter von 55,9 Jahren. 24,8 Prozent der Teilnehmerinnen hatten bereits eine Brustkrebserkrankung hinter sich. Die Frauen wurden in zwei Gruppen eingeteilt:
- Gruppe eins erhielt Anleitungen für Hypnose-Sitzungen mithilfe durch Audioaufnahmen, die hypnotische Entspannungsinduktionen beinhalteten.
- Gruppe zwei erhielt Aufnahmen, die zwar als Hypnose bezeichnet wurden, die aber keine hypnotische Entspannungsinduktion beinhalteten.
Insgesamt nahmen die Frauen täglich über einen Zeitraum von sechs Wochen 20 Minuten an den Audio-Sitzungen teil. Auftretende Hitzewallungen dokumentierten die Frauen in einem sogenannten "Hot Flash Daily Diary". In beiden Gruppen kam es zu einem Rückgang der Hitzewallungen. Allerdings waren die Beschwerden in der Gruppe, die sich der richtigen Hypnose unterzog, stärker zurückgegangen. So zeigte sich nach sechs Wochen eine Reduktion von 53,4 Prozent. In der Kontrollgruppe zeigte sich eine Reduktion von 40,9 Prozent. Nach zwölf Wochen lag die Reduktion in der Hypnosegruppe bei 60,9 Prozent, in der Gruppe mit Scheinhypnose bei 44,2 Prozent. Nicht geklärt werden konnte, wie sich die Hypnose langfristig auf Hitzewallungen auswirkt.
Fazit
Selbsthypnose kann Hitzewallungen bei postmenopausalen Frauen signifikant reduzieren.


