Missbrauch in PraxisHeimlich gefilmte Patientinnen: Urteil gegen Orthopäden erwartet

Nach 21 Verhandlungstagen und mehr als 70 Zeugen steht am Landgericht Osnabrück das Urteil gegen einen 43-jährigen Arzt bevor. Die Staatsanwaltschaft fordert sechs Jahre Haft und ein lebenslanges Berufsverbot, die Verteidigung plädiert auf Bewährung.

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Heimlich gefilmte Patientinnen: Am Landgericht Osnabrück wird nach 21 Verhandlungstagen das Urteil gegen einen 43-jährigen Orthopäden erwartet.

Schwere Vorwürfe gegen Orthopäden aus dem Landkreis Osnabrück

Ein Arzt aus dem Landkreis Osnabrück soll Patientinnen heimlich gefilmt und sie zum Teil sexuell missbraucht haben. Nach 21 Verhandlungstagen und der Vernehmung von mehr als 70 Zeugen wird am Landgericht Osnabrück am Dienstag (11.00 Uhr) die Verkündung des Urteils erwartet.

Verhandlung vor der Jugendkammer wegen minderjähriger Opfer

Weil sich laut Anklage unter den Opfern des heute 43 Jahren alten Mannes auch Mädchen befanden, die zum Tatzeitpunkt noch keine 14 Jahre alt war, wurde der Fall vor der Jugendkammer verhandelt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Orthopäden daher auch die Herstellung kinderpornographischer Inhalte vorgeworfen. Die Taten sollen sich zwischen Januar 2018 und Januar 2022 ereignet haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Schlussvortrag eine Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren und ein lebenslanges Berufsverbot gefordert. Die Verteidigung beantragte eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren und sah keine Voraussetzungen für ein Berufsverbot.