Wenn Frauen nach einer Geburt vom Mutterkuchen essen, soll das die Milchproduktion ankurbeln, gegen Wochenbett-Depressionen helfen und dafür sorgen, dass Mütter schneller wieder fit werden. Das jedenfalls vermitteln Lifestyle-Magazine und einschlägige Internetforen. Plazenta roh, getrocknet, als Smoothie oder in Globuli – nicht nur in esoterischen…
Während einige Studien eine Präeklampsie der Mutter als Schutzfaktor gegen ein Respiratory Distress Syndrome (RDS) bei Frühgeborenen identifiziert haben, sprechen andere Studien von einem erhöhten Risiko für RDS bei Präeklampsie. Die beiden komplett gegensätzlichen Theorien beschäftigen Mediziner und Wissenschaftler immer wieder neu. Eine…
Mit rund 2000 Neuerkrankungen in diesem Jahr stellt Brustkrebs bei Frauen in Sachsen-Anhalt die mit Abstand häufigste Krebserkrankung dar. Das geht aus Schätzungen hervor, über die das Gemeinsame Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen am Dienstag informierte. Jede dritte…
Meist wird eine Blutarmut erst in den späteren Wochen einer Schwangerschaft diagnostiziert. In weniger gravierenden Fällen betrifft eine Anämie das Kind nicht. Aktuelle Forschungsergebnisse indizieren, dass die Versorgung des Föten vom Körper priorisiert wird. Schwedische Wissenschaftler wollten wissen, welche Auswirkungen eine Anämie vor der 30.…
Störungen im mütterlichen Immunsystem, die während der Schwangerschaft auftreten, könnten beim ungeborenen Kind möglicherweise zu einer Beeinträchtigung der Hirnentwicklung führen. Darauf deuten Untersuchungen des DZNE und der Charité – Universitätsmedizin Berlin hin, die auf Laborversuchen und zusätzlichen Befunden am Menschen beruhen. Den…
Seit geraumer Zeit sind sie nun verboten, die Netzimplantate bei Vaginalprolaps. Die Hysterektomie mit Entfernung des Uterus gilt daher weiterhin als Goldstandard der Behandlung von uterovaginalem Prolaps. Bei den sogenannten „mesh kits“ führte letztendlich unter anderem ein Mangel an klinischen Beweisen zum Verbot. Eine US-amerikanische Studie…
Das Problembewusstsein ist vorhanden: In der Medizin wird Geld und Zeit ausgegeben für Unnützes oder sogar Schädliches. Patienten sehen das laut einer Studie durchaus – allerdings nicht bei sich selbst.
In den Geburtskliniken Deutschlands läuft jeden Tag über zweitausend Mal die gleiche Prozedur ab: Geburtshelfer, Kinderarzt, Hebamme oder eine Schwester pieken mit einer Lanzette sachte in die Ferse eines wenige Tage alten Babys und tränken mit den heraustretenden Blutstropfen eine Filterpapierkarte. Das Testblatt mit dem eingetrockneten Blut wird…
Zu früh geborene Kinder haben auch noch als Jugendliche und junge Erwachsene ein erhöhtes Risiko für ein chronisches Nierenleiden. Das hat eine schwedische, bevölkerungsbasierte Kohortenstudie unlängst herausgefunden. Casey Crump und Kollegen beschäftigten sich mit der statistischen Auswertung von nahezu vier Millionen Geburten und Menschen.
Bei Brustkrebs im Frühstadium sind Aromatase-Inhibitoren oftmals ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Der durch die Behandlung verringerte Östrogen-Wert wurde in mehreren Studien bereits mit einer Abnahme der Knochenqualität (Dichte und Kalziumgehalt) in Verbindung gebracht. Währenddessen scheinen Personen mit hohem Körperfettanteil allgemein…
Pille und Kondom sind nach wie vor die wichtigsten Verhütungsmittel in Deutschland. Das zeigen erste Ergebnisse der repräsentativen Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Verhütungsverhalten Erwachsener 2018. Demnach benennen 47 Prozent der erwachsenen, sexuell aktiven Frauen und Männer die Pille als…
Ständig verbreitert sich das Arsenal, das Onkologen zur Verfügung steht. Auch beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom könnten behandelnde Ärzte auf verschiedene Möglichkeiten zurückgreifen. Angiogenesehemmer, PARP-Inhibitoren, Immun-Checkpoint-Inhibitoren werden immer mehr zum Haupt-Werkzeug bei verschiedenen Therapielinien. Doch wann ist welcher…
In Gelsenkirchen sind in einer Klinik binnen weniger Monate mehrere Kinder mit Handfehlbildungen zur Welt gekommen. Ist die Häufung Zufall? Ärzte fordern zur besseren Ursachenforschung ein Register.
Was wäre, wenn schwere Erkrankungen des Fötus statt mit einer Fetoskopie einfach mit einem Zervikalabstrich diagnostiziert werden könnten? Diese Frage stellten sich auch Christina Bailey-Hytholt und Kollegen. In einer mehrteiligen Testreihe entwickelten sie eine Methode, extravillöse Trophoblasten in einem Zervikalabstrich zu isolieren.
Meist beginnt epithelialer Eierstockkrebs mit unspezifischen Symptomen. Die relativ seltene Tumorerkrankung wird lediglich in 31% der Fälle im Stadium I erkannt. Aktuell arbeiten britische Wissenschaftler um Matthew Russell an einem Biomarker-Test, welcher die Diagnose und Risikoeinschätzung von epithelialem Eierstockkrebs drastisch verbessern…