Das Spezialistenteam des interdisziplinären Brustzentrums an den KEM I Kliniken Essen-Mitte berät kompetent zu allen Fragen im Bereich Brusterkrankungen nach einem integrativen Konzept von Schulmedizin in Kombination mit wissenschaftlich evaluierten naturheilkundlichen Verfahren. Da Information und Aufklärung die Basis dafür bilden, der Erkrankung begegnen zu können, begrüßt Klinikdirektor Prof. Dr. Sherko Kümmel die Zusammenarbeit mit der von Novartis, Brustkrebs Deutschland e. V. und Mamma Mia! Das Brustkrebsmagazin ins Leben gerufenen Initiative My time – Momente wertvoll machen sehr. Ziel der Initiative ist es, Frauen mit metastasiertem Brustkrebs eine Plattform für den gemeinsamen Austausch zu bieten und dazu anzuregen, ihre Zeit nach ihren Bedürfnissen zu gestalten und zu nutzen. Im Rahmen der gemeinsamen Kooperation teilt das Expertenteam der Kliniken Essen-Mitte seine Expertise mit Betroffenen und ermöglicht es diesen so, über persönliche Belange, Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen.

„Naturheilkunde trägt zum Erfolg einer klassischen Krebstherapie bei“
Prof. Dr. Sherko Kümmel, Direktor des Brustzentrums an den Kliniken Essen-Mitte, erklärt, wie er Naturheilkunde in die Onkotherapie integriert.

Herr Professor Kümmel, was vermag Naturheilkunde in der Onkologie zu leisten?

Die konventionelle Therapie in der Onkologie ist in der Regel für den Patienten mit Nebenwirkungen verbunden. Das ist strapaziös, aber meist unvermeidbar, um Therapieerfolge zu erzielen. Umso wichtiger ist die Rolle der Naturheilkunde: Sie mildert Belastungen und unerwünschte Wirkungen ab, das gilt für körperliche Phänomene ebenso wie für die Psyche. Damit trägt Naturheilkunde auch zum Erfolg einer klassischen Therapie bei.

Wie sieht diese Kombination im Brustzentrum an den Kliniken Essen-Mitte konkret aus? 

Die Patienten werden von Experten beider Seiten gemeinsam betreut. Wir bieten einerseits alle Errungenschaften der Schulmedizin, von Genanalyse über Chemotherapie bis zur zielgerichteten Therapie und Immuntherapie. Dazu werden naturheilkundliche Methoden nach zwei Grundsätzen eingebunden: Wir wenden an, was erstens eine erwiesenermaßen positive Wirkung hat und was zweitens erwiesenermaßen nicht nur einen positiven Therapieeffekt, sondern überdies eben auch keine schädigende oder belastende Nebenwirkung hat. Zudem versuchen wir, aus der klinischen Anwendung durch Studien, neues Wissen zu generieren.

Welche naturheilkundlichen Verfahren kommen zum Einsatz?

Wir haben Experten für ein breites Spektrum an Methoden. Vor allem für Mind-Body-Medicine, Akupunktur und Yoga, aber auch für Ayurveda. So können wir höchst spezifisch auf die Patientinnen eingehen. Diese Individualität ist ein zentraler Ansatz der Naturheilkunde und wird heute in der personalisierten Medizin ebenso fokussiert.

Ist eine solche individuelle Herangehensweise nicht enorm aufwändig?
Natürlich braucht das Kapazitäten, aber wenn es gut organisiert ist, lässt sich der Mehraufwand bewältigen. Wir haben zum Beispiel eine naturheilkundliche Sprechstunde, in der die individuellen Bedürfnisse der Brustkrebspatientinnen ermittelt werden. Mittlerweile kommen jährlich knapp 2.000 Patientinnen mit einer neuen Brustkrebsdiagnose zu uns, bislang bewältigen wir den Zustrom gut.

Wo steht das Brustkrebszentrum mit seinem ganzheitlichen Ansatz im nationalen und internationalen Vergleich?
In dieser integrativen Form und Breite ist unser Zentrum weltweit führend. Hierzu gibt es eine Publikation, die diese Strukturen in Essen gleichwertig zum MD Anderson Cancer Center in Texas sieht1. Dass wir Modellcharakter haben, zeigt sich auch daran, dass Delegationen vieler Kliniken aus dem In- und Ausland uns besuchen.

1 Cramer H et al. Integrative Oncology: Best of Both Worlds – Theoretical, Practical, and Research  Issues. Evidence-based Complementary and Alternative Medicine : eCAM 2013 (2013): 383142.

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