Am Brustzentrum im Klinikum der Universität München (LMU) berät und behandelt ein interdisziplinäres Team alle gut- und bösartigen Veränderungen der Brust. Neben modernster Diagnostik und Nuklearmedizin halten die beiden onkologischen Tageskliniken neueste medikamentöse Therapieoptionen bereit – auch im Rahmen klinischer Studien. Die Behandlung der Patientinnen findet fachübergreifend statt und schließt sowohl die psychoonkologische Unterstützung als auch die Betreuung durch eine Breast Care Nurse ein. Für Prof. Dr. Nadia Harbeck besticht die Initiative „My time – Momente wertvoll machen“ insbesondere dadurch, dass alle an der Versorgung beteiligten Ansprechpartner an einem Tag gebündelt für die Patientinnen zu Verfügung stehen können.
Interview mit Professor Nadia Harbeck

LMU
„Gerade bei fortgeschrittenem Brustkrebs ist eine gemeinsame Therapieentscheidung besonders wichtig“
Prof. Dr. Nadia Harbeck, Leiterin des Brustzentrums im Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, zur interdisziplinären Versorgung bei fortgeschrittenem Brustkrebs.
Frau Professor Dr. Harbeck, Therapie und Diagnostik werden immer vielfältiger und komplexer – welche Rolle spielt hier die fachübergreifende Zusammenarbeit?
Sie spielt eine entscheidende Rolle! Eine optimale Behandlung und Versorgung ist nur möglich, wenn Gynäkologie, Onkologie, Psychoonkologie, Radiologie, Chirurgie, Palliativmedizin, Pathologie und alle weiteren Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Das setzt eine intensive Abstimmung voraus, zahlt sich letztlich aber für die Patienten aus.
Welche Rolle spielt die Einbindung der Patientinnen bei Therapieentscheidungen und beim Nebenwirkungsmanagement?
Erhalten Patientinnen gezielte Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten, können sie sich mit diesen auseinandersetzen und für sich entscheiden, welche Art der Therapie zu ihrem Leben passt. Sie werden zudem auf eventuell auftretende Nebenwirkungen vorbereitet. Die Einbindung ist damit elementar für den Therapierfolg.
Beschwerden und Nebenwirkungen treten häufig nicht im Zentrum auf – wie kann CANKADO bei deren Erfassung helfen?
Bei CANKADO handelt es sich um ein digitales Tagebuch, mit dessen Hilfe Patienten ihre Medikamenteneinnahme, Beschwerden und ihr Befinden dokumentieren können.
Wie integrieren Sie CANKADO als eHealth-Applikation in die Behandlung?
CANKADO ist ein wichtiger Bestandteil in unseren Patientengesprächen und bildet die Grundlage für die weitere Behandlung. Mit Hilfe der App können wir individuelle Herausforderungen identifizieren und die Therapie an diese anpassen.
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