Prof. Dr. Jens Huober leitet das Brustzentrum des Universitätsklinikums Ulm und war bei der vergangenen My time-Patientenveranstaltung vor Ort. Im Interview ordnet er ein, wie wichtig körperliche Aktivität und vor allem eine selbstbestimmte Bewegung für Patientinnen sind.   

Welche Bandbreite an körperlicher Aktivität ist für die betroffenen Frauen Ihrer Erfahrung nach möglich? 

Die Bandbreite körperlicher Aktivität umfasst Bewegungen im Rahmen der Aktivitäten des täglichen Lebens wie wir sie von unserem ganz normalen Alltag kennen. Dann ist die Frage, welche intensiveren Aktivitäten sinnvoll sind, um einen gewissen Trainingseffekt auf den Organismus zu haben. Die Bandbreite der möglichen Sportarten reicht von gemäßigter Bewegung wie Walking, Yoga bis zu Ausdauersport, Radfahren und Schwimmen. 

Was raten Sie Frauen mit metastasiertem Brustkrebs, die sich mehr bewegen wollen?

Zunächst sollten sie den Wunsch mit ihrer Onkologin oder ihrem Onkologen besprechen. Auch eine Untersuchung durch speziell ausgebildete Sportmediziner ist sinnvoll: Sie können die Belastbarkeit der Frauen untersuchen und Empfehlungen für einen angemessenen Trainingsumfang geben. 

Welchen Stellenwert haben die Wünsche der Patientinnen?

Einen hohen! Die Frauen sollten selbst entscheiden, welche Sportart sie ausüben wollen und zudem die Sicherheit vermittelt bekommen, dass sie hinsichtlich Häufigkeit und Intensität auch auf ihren Körper vertrauen können. Natürlich nur, wenn das im individuellen Fall möglich ist. Dennoch stehen die Freude der Frauen an Bewegung und die selbst wahrgenommene Verbesserung ihrer Lebensqualität in dieser späten Krankheitsphase im Vordergrund. 

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